Startseite
  Archiv
  Lieblings Gedichte!
  J.M.S.
  Southpark + Menschen..
  Fotos
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 


 

http://myblog.de/taipa

Gratis bloggen bei
myblog.de





 

Offene Wunden

Wenn dunkle Gedanken sich träge versammeln,
die Nacht sie mit fahlgrauen Fäden umflicht,
erwachen Dämonen in ihren Verstecken
und zerren die Angst in das schwindende Licht.

Sie beißen sich fest in verheilenden Narben
und drehen die Zeiger der Uhren zurück,
sie krallen sich blindwütig tief in die Wunden,
entwurzeln die Keime der Hoffnung auf Glück.

Mit lautlosen Worten, zu Kränzen gebunden,
umrahme ich täglich ein farbloses Bild
und zähle die Krüge vergossener Tränen,
mit Melancholie bis zum Rande gefüllt.

So viele Momente, nur sinnlos zerredet,
ich greife nach ihnen, doch fliehen sie mich,
nun klaffen unendliche Gräben als Grenzen
und jeder steht auf seiner Seite - für sich.

Das Morgen, verschleiert mit blickdichten Tüchern,
ein Traum baumelt leblos am Galgen der Zeit,
die Schuld haftet klebrig wie Blut an den Händen...
die Einsamkeit hüllt sich in Endgültigkeit.

 
 
 
Hoffnung

Nun regt es sich,
das teuflische „Vielleicht“,
das „Irgendwie“, das die Vernunft nicht kennt.
Der Schädel, der stur gegen Mauern rennt.
Die Katze, der ein warmer Herd nicht reicht.

Nun streckt sie sich
und gähnt mit spitzen Zähnen,
gräbt spielend dir die Klauen in den Leib.
Die Bestie ist erwacht, wer soll sie zähmen?
Sie lauert und sie findet dich. Drum bleib

In deiner Kammer
Schließe Tür und Augen
Flieh in den Schlaf, der dich mit Träumen plagt,
wenn süße Bilder dir die Ruhe rauben.
Das Monster macht von Innen auf dich Jagd.


Du hörst es atmen
Hinter jenen Türen,
die du nicht ohne Grund verschlossen hast.
Kannst seinen Blick beinah im Nacken spüren,
Fliehst ohne Frieden, Ruhe oder Rast

nach hier und dort
...und kannst ihm nicht entkommen
Das Biest ist längst in dir –in deinem Haus
Im Keller gräbt es alle Leichen aus
Und während du noch zitternd und benommen

am Boden liegst
-kaum ahnend was geschah
beginnt es deine Seele auszuräumen
stöbert nach Wünschen und geheimen Träumen
und sagt zu jedem Einzelnen laut: Ja!

 

 

Himmelsstuermer
 
Nomadenblut fließt heiß in meinen Adern,
geknebelt preßte man mein Ich in Zwänge;
im Zwielicht sah ich ferne Sonnenhänge;
da fing ich mit dem Schicksal an zu hadern.

Im Schutz der Nacht entfloh ich dem Gefängnis,
das Morgengrau enthüllt des Berges Spitze,
am Gipfel lüpfte jauchzend ich die Mütze;
vergessen sind die Not und die Bedrängnis.

Die Straßen führten mich in fremde Länder;
die Freiheit sog ich ein in tiefen Zügen,
um windgebettet himmelwärts zu fliegen.

Beim Aufstieg löste ich die letzten Bänder,
den Blick nach oben, wo die Götter wohnen;
und bete still, daß sie mich reich belohnen.




Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung